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Unser Leben als Digitalnomaden – wie wir unser Geld verdienen

Unser Leben als Digitalnomaden – wie wir unser Geld verdienen

„Digitalnomaden“ – so ein hübsches neues Wort, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Was oder besser wer ist überhaupt damit gemeint? Mit diesem modernen Begriff sind alle diejenigen gemeint, die ortsunabhängig leben und arbeiten. So wie wir 😉

Im Grunde genommen, gibt es zwei Wege, ein digitales Berufsleben zu führen: Eine Möglichkeit ist, seinen klassischen Arbeitsplatz zu mobilisieren, sodass man von überall und jederzeit, wenn man es möchte, seinem Job nachgehen kann. Die andere Option ist, sich ein neues Berufsfeld zu kreieren und sich so ein neues Einkommen zu schaffen. In den meisten Fällen haben diese Art von Digitalnomaden mehrere Quellen, aus denen sie ihr Einkommen beziehen. Das kann beispielsweise ein Online-Versand sein, das Betreiben einer oder mehrerer Foren oder Blogs, Online-Coaching, ein eigener Youtube-Kanal oder zahlreiche weitere Online-Dienste.

Wir haben die zweite Option gewählt und im Zuge dessen eine neue Firma gegründet – TRAVELETICS. Die Idee ist aus dem Traum entstanden, mit dem eigenen Expeditionsmobil durch Afrika zu reisen. Wie können wir uns während der Reise etwas hinzu verdienen, war unsere Frage und so überlegten wir, welche Fähigkeiten wir haben, die wir gerne einbringen möchten. Schnell war klar, dass sich unser aktuelles Leben und somit auch unser neues Projekt um die Hauptthemen Reise, Ernährung und Sport drehen wird. Welche Möglichkeiten haben wir, diese Themen „an den Mann zu bringen“? Auf der Hand liegt ein Blog, auf dem wir von unserer Reise berichten und sowohl sportliche als auch ernährungswissenschaftliche Aspekte behandeln. Um die drei Oberthemen miteinander zu vereinen, berichten wir, wie wir auf unserer Reise unserem Sport nachkommen und stellen Gerichte der jeweils regionalen und saisonalen Küche der einzelnen Länder, die wir bereisen, online. Um das ganze zu visualisieren, haben wir außerdem einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet, auf dem wir filmisch all das darstellen.

Aber damit allein ist natürlich noch kein Geld verdient. Im Gegenteil; zunächst mussten wir erst einmal einige Investitionen tätigen, um uns beispielsweise mit dem entsprechenden Kameraequipment ausstatten zu können. Des Weiteren musste eine Internetseite erstellt werden, deren Erhalt ebenfalls monatliche Kosten birgt. Ganz zu schweigen von den Summen, die wir ausgeben mussten und müssen, um überhaupt unsere Reise zu finanzieren.

Jetzt aber zum Verdienst: Online verdienen wir unser Geld über das Schalten von Werbung auf unserem Blog und zukünftig vielleicht auch einmal auf unserem Youtube-Channel. Zum einen nutzen wir das Google-Adsense Programm. Dies funktioniert wie folgt: Man registriert sich kostenlos über die Seite https://www.google.com/intl/de_de/adsense/start/#/?modal_active=none und erstellt sich ein eigenes Adsense-Konto. Nach dem Hinzufügen einer Website (https://support.google.com/adsense/answer/2781214?hl=de können nun auf dieser Internetseite unterschiedliche Werbebanner eingerichtet werden. Sowohl über die Platzierung, den Typus als auch die Zielgruppe kann selbst entschieden werden. Das Prinzip beruht quasi auf dem Verkauf von virtuellem Werbeplatz. Die werbungschaltenden Parteien bieten auf den zur Verfügung stehenden Space und der Höchstbietende erhält den Zuschlag. Doch nicht nur der Verkaufspreis des Werbeplatzes ist entscheidend, sondern auch die Klickrate, auch CPC (cost-per-click) genannt, spielt eine entscheidende Rolle. Je öfter die Werbetafel angeklickt wird, desto höher ist der Verdienst. Ein noch recht junges Modell ist das CPE (cost-per-engagement). Dies zielt auf eine Tätigkeit des Website-Besuchers ab, die beispielsweise das Anklicken eines erweiterten Banners darstellt, das Abspielen eines Videos oder das Ausfüllen eines Formulars. In diesem Fall erhöhen sich die Einnahmen. Unter dem Strich erhält der Website-Betreiber 68% der gesamten Einnahmen.

Neben Google und anderen „Werbemaklern“ gibt es auch Unternehmen, die direkt Werbung auf der Website laufen lassen. Wir lassen beispielsweise Globetrotter und Amazon auf unserer Website für sich werben. Während Globetrotter ebenfalls in Form von Werbebannern auf sich aufmerksam macht, erfolgt die Werbung für Amazon mit Hilfe von Verkaufslinks. In unseren Posts fügen wir so den Link zu dem von uns beschriebenen Produkt ein, der direkt zur entsprechenden Amazon-Seite führt. Verdienen tun wir in beiden Fällen nur dann, wenn über den Banner beziehungsweise den Werbelink tatsächlich auch etwas bestellt und gekauft wird.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, hoffen wir auf eine weitere Einnahmequelle durch unseren Youtube-Kanal. Ebenfalls in Form von Werbung, die als Werbespots vor oder während dem Video abgespielt wird oder in Form von Werbeanzeigen während des Videos eingeblendet wird, haben Youtuber die Möglichkeit, Geld mit ihren Filmen zu verdienen. Seit diesem Jahr haben sich die Auflagen jedoch massiv verschärft; Bislang reichten 10.000 Aufrufe eines Kanals aus, um auf diesem Werbung abspielen zu können. Zukünftig sind jedoch mindestens 1000 Abonnenten nötig und eine „Sehdauer“ von 4000 Stunden im vorigen Jahr. Die 10.000er-Marke hätten wir zwar schon längst geknackt, mit den neuen Bestimmungen müssen jedch auch wir uns nun noch ein Weilchen gedulden.

Allerdings verfügen wir noch über eine dritte, zwar nicht digitale aber jedoch eine „nomadische“ Einnahmequelle. Reiselustigen oder Expeditionshungrigen bieten wir die Möglichkeit, eine Etappe bei uns mitzureisen. Ihnen wird eine vegetarische Vollpension geboten, bei Interesse ein abwechslungsreiches Sportprogramm, die Unterkunft in unserem wunderschönen Dachzelt und natürlich viele spannende Erlebnisse. Wie ein Hotel auf Rädern bieten wir somit Abenteuerurlaub der besonderen Art.

Um ein solches Business aufzubauen, braucht es vor allem Zeit und viele viele intensive Arbeitsstunden. Wie bei jedem Schritt in die Selbstständigkeit ist zunächst ein Haufen von Investitionen nötig. Damit die Kassen klingeln, wird harte Arbeit gefordert und ordentlich Geduld. Für uns als absolute Digital-Neulinge war der Einstieg gewiss nicht leicht. Doch wir haben uns Tage und Nächte dahinter geklemmt, viel dazu gelernt und bekommen auch heute noch jeden Tag neuen Input. Des Weiteren spielt, denke ich, auch die eigentliche Intention eine große Rolle. Unser Traum ist es, uns diese wunderbare Reise zu ermöglichen und unser Wunsch ist es, unsere Familien, Freunde und allen Interessierten daran teilhaben zu lassen. Natürlich sind wir froh über jeden selbst verdienten Euro und auch bestrebt, die Einnahmen zu maximieren, jedoch ist für uns der größte Lohn, das Leben führen zu können, welches wir leben!

Internet auf Reisen

Internet auf Reisen

Vorweg: Es ist immer gut ein Plan B und ein Plan C in petto zu haben!
Nun von Anfang an: Vor dem Start unserer großen Reise haben wir uns wahrlich den Kopf zerbrochen, wie wir dauerhaft gutes Internet in jedem einzelnen Land beziehen können, ohne dass dies uns Unsummen kostet oder einen großen Aufwand darstellen würde. Die Lösung sind zwei Internet-Optionen plus zwei weitere, die wir für den Notfall aktivieren könnten.

Option 1: ein mobiler WLAN-Router
Wir benutzen einen TP-LINK M5250 mit dem wir recht zufrieden sind. Das System ist simpel. Man benötigt eine Sim-Karte des jeweiligen Landes, welche man mit Datenvolumen auflädt. Die Sim-Karte ist die gleiche wie für ein Handy und der Router hat sowohl eine Vorrichtung für eine Mikro-Sim-Karte als auch für eine Mini-Sim-Karte.

Um Internet zu beziehen, sollte man die PIN-Sperre der Sim-Karte vorweg mithilfe eines Handys oder ähnlichem deaktivieren. Hierfür einfach die Sim-Karte in ein Handy einlegen und unter Einstellung die PIN-Abfrage ausschalten. Nun legt man die Sim-Karte in den Router ein und notiert sich zunächst das WLAN-Passwort in der Innenseite des Deckels. Zum Anschalten des Routers den An-/Aus-Knopf etwa drei Sekunden drücken, bis auf dem kleinen Display drei Symbole grün leuchten. Nun benötigt man einen Moment Geduld. nach wenigen Sekunden ist nur noch das Akku-Symbol sichtbar. Sobald der Router hochgefahren ist, leuchtet nun auch das WLAN-Symbol und der Router ist für die Endgeräte sichtbar. Nach kurzer Zeit, sobald der Router sich im Netz eingeloggt hat, erscheint nun auch wieder das dritte Symbol und es ist möglich, mit einem Endgerät über den Router eine Internetverbindung aufzubauen. Dafür muss man sich lediglich mit dem Handy, Computer, Tablet oder einem anderen internetfähigen Gerät mit dem WLAN des Routers verbinden und hierfür das zuvor notierte Passwort eingeben. Zum Herunterfahren des Routers muss die An-/Ausschalttaste so lange gedrückt gehalten werden, bis die drei Symbole aufleuchten und wieder erlischen.

Sollte dieses Verfahren nicht auf Anhieb klappen, sind in der Bedienungsanleitung mehrere FAQs mit passenden Lösungsvorschlägen aufgeführt. Über die IP-Adresse http://192.168.0.1. kann man mit einem Endgerät, welches mit dem Router verbunden ist, Zugriff auf ein Web-Menü erhalten und dort verschiedenen Einstellungen vornehmen. Um sich dort einzuloggen, muss man einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben, welches in beiden Fällen nach Werkseinstellungen „admin“ ist.

In diesem Menü kann unter Advanced → Sim Lock → PIN Management ebenfalls die PIN-Sperre deaktiviert und unter Advanced → System Tools → Modify Password das WLAN-Passwort bei Bedarf geändert werden.

Sollte eine Internet-Verbindung nicht auf Anhieb funktionieren, liegt dies meistens an einer falschen APN. In diesem Fall können sich die Endgeräte zwar mit dem Router verbinden, eine Internet-Verbindung ist jedoch nicht möglich. Zu erkennen ist dies auch an dem fehlenden mittleren Symbol auf dem Display. Um dieses Problem zu lösen, muss man unter Advanced → Dial up → Profile Management bei APN eine Adresse nach dem Schema XXX.Netzwerkanbieter.Ländercode eingeben. Diese ist meist zu finden auf der scheckkartengroßen Karte, aus der man die Sim-Karte ausgestanzt hat oder auf einem Faltblatt, welches man beim Kauf der Sim-Karte dazu erhalten hat. Dieses Prozedere ist auch dann anzuwenden, wenn man in ein neues Land reist und eine Karte eines neuen Anbieters einlegt.

Der TP-LINK M5250 ist beispielsweise bei amazon für knapp 70€ erhältlich. Insgesamt können bis zu 10 Nutzer gleichzeitig über den Router bedient werden mit einer Internet-Geschwindigkeit von 3G. Der Akku hält bis zu 7 Stunden und ein Ladegerät (Mini-USB) wird mitgeliefert.

Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Geräte von anderen Herstellern, über die wir hier jedoch nicht berichten können, da war diese nicht getestet haben. Eine weitere Alternative wäre der gewissermaßen große Bruder, der TP-LINK M7350. Dieser verfügt über eine 4G-Verbindung, ein größeres Display und einigen weiteren Features.

Für uns stand im Vordergrund, dass das Gerät funktioniert, einfach zu bedienen ist und zu einem angemessenen Preis zu erwerben ist. Diese Kriterien hat der TP LINK M5250 erfüllt und somit sind wir sehr zufrieden mit ihm.

Der Vorteil eines Routers mit einer lokalen Sim-Karte liegt insbesondere darin, dass die Verbindung überall im Land recht gut ist und das Datenvolumen verhältnismäßig günstig zu erhalten ist. Der Nachteil hingegen liegt darin, dass in jedem Land eine neue Sim-Karte erworben werden muss und man zunächst bei einem Grenzübertritt auf dem Landweg keine Internetverbindung mehr zustande bekommen kann. Nach unseren jetzigen Erfahrungen jedoch ist zu sagen, dass meist direkt an der Grenze bereits Sim-Karten von fliegenden Händlern angeboten werden.

Internet-Option 2: eine worldwide Flat
Nun ganz ehrlich, eine richtige worldwide Flat gibt es nicht, aber es gibt Google Project Fi. Das Prinzip ist wie folgt: Man bestellt sich eine Sim-Karte von Google Project Fi und kann mit dieser über sein Handy in 170 Ländern Internet beziehen (eine Länderübersicht könnt ihr hier einsehen). Die Grundgebühr liegt bei 20 Dollar, pro Gigabyte Datenvolumen zahlt man 10 Dollar hinzu. SMS können über den Google Messenger, sofern man online ist, kostenlos und ohne Datenverbrauch versendet werden. Eingehende und abgehende Telefonate kosten pro Minute 20 Cent. Zudem zahlt man nur das, was man auch verbraucht. Nicht genutztes Datenvolumen wird einem für den nächsten Monat gutgeschrieben. Das Datenvolumen kann man via Hotspot mit mehreren Geräten Nutzen, zudem können insgesamt neun weitere data-only Sim-Karten dazu bestellt werden, die dann beispielsweise in einem Tablet nutzbar sind. Diese nutzen das gleiche Datenvolumen wie die Hauptkarte, mit ihnen kann jedoch nicht telefoniert werden. Die Grundgebühr bei diesen Daten-Sim entfällt und die Kosten betragen ebenfalls 10 Dollar pro Gigabyte. Da sich Google Project Fi automatisch in das regional schnellste Netz einloggt, ist die Netzabdeckung in den meisten Ländern recht gut (LTE überall). Der Vertrag ist monatlich kündbar und man hat die Option für maximal drei Monate zu pausieren.

Ein weiteres derartiges Angebot ist uns nicht bekannt. Lediglich der Anbieter vodafone hat noch eine sogenannte worldwide Flat im Programm. Diese ist jedoch in weitaus weniger Ländern nutzbar und vor allem ist der afrikanische Kontinent nur sehr mangelhaft abgedeckt. Doch auch bei Google Project Fi gibt es den ein oder anderen Haken. Zum einen ist die Sim-Karte „eigentlich“ nur in Amerika erhältlich und zum anderen muss die Karte über ein Handy von Google aktiviert werden. Wie haben wir diese Probleme gelöst?

Um eine Google Project Fi Sim-Karte zu bestellen, benötigt man einen amerikanischen Google Account. Versucht man sich diesen in Europa einzurichten, so wird man automatisch auf die Google-Seite des jeweiligen Landes weitergeleitet, daher benötigt man den Dienst eines VPN-Anbieters. Mit Hilfe dessen kannst du eine amerikanische IP-Adresse beziehungsweise einen amerikanischen Standort vortäuschen und so auf die amerikanische Google-Seite gelangen. Dort muss man sich nun einen amerikanischen Google Account anlegen, was im Grunde identisch funktioniert wie das Kreieren eines deutschen Google Accounts. Wir haben den VPN-Anbieter Phantom VPN genutzt, es gibt jedoch auch viele weitere kostenlose Anbieter wie Hola VPN oder SurfEasyVPN.

Als zweiten Schritt sollte man sich nun einen kostenlosen Account bei dem Paketweiterleitungsdienst Borderlinx erstellen. Dieser teilt einem eine amerikanische Empfängeradresse mit, die man bei der Bestellung der Google Project Fi Sim-Karte angibt. Sobald die Karte bei Borderlinx eingetroffen ist, wird sie Übersee an die eigene Adresse weitergesendet. Die Versandkosten liegen hierbei zwischen 20 und 30 Dollar.

Nun kann man mit aktiviertem VPN auf der Website von Google Project Fi sich eine Sim-Karte an die amerikanische Borderlinx-Adresse zusenden lassen. Wenn ihr über diesen Freundschaftslink bestellt, erhaltet sowohl ihr als auch wir 20 Dollar gutgeschrieben. Ihr meldet euch mit dem amerikanischen Google Account an gebt als eure Heimatadresse beispielsweise eine Adresse eines Co-Working Space in Amerika an. Diese könnt ihr zuvor im Internet herausfinden. Als Lieferadresse gebt ihr logischerweise die von Borderlinx erhaltene Adresse an. Nun muss man noch die Angaben einer Kreditkarte für die Abrechnung liefern. Direkt nach der Bestellung erhält man noch die Möglichkeit, kostenlos zwei data-only Sim-Karten zu bestellen. Diese könnt ihr ebenfalls an die Borderlinx-Adresse senden lassen.

Nach wenigen Tagen erhaltet ihr von Borderlinx die Bestätigungen, dass eure Karten eingetroffen sind. Nun könnt ihr diese neu zusammen in ein Paket verpacken und euch an eure deutsche Adresse zusenden lassen. Der komplette Versand, von der Bestellung bis zum Eintreffen daheim, hat in unserem Fall knapp zwei Wochen in Anspruch genommen.

Die erste Hürde wäre geschafft, nun muss die Sim-Karte nur noch aktiviert werden. Hierfür benötigt man, wie bereits beschrieben, ein Google Handy. In Frage kommen folgende Modelle: Pixel 2, Pixel 2XL, Pixel, Pixel XL, Android One Moto X4, Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P. Google gewährleistet die volle Funktionstüchtigkeit selbstverständlich nur mit einem Google Handy. Für die Aktivierung ist auch tatsächlich ein solches unabdingbar. Ist die Karte jedoch erst einmal aktiviert, so soll diese auch in jeglichen anderen Smartphones nutzbar sein. Wir selbst haben uns, da wir eh ein neues Handy benötigten, ein Nexus 5X gekauft und sind mit diesem sehr zufrieden.

Die Aktivierung selbst ist recht simpel. Man legt die Sim-Karte ein und nun wird man automatisch durch das Aktivierungsprogramm geleitet. Das Handy muss während dessen mit einem WLAN verbunden sein. Gleich zu Beginn wird nach dem Google Account gefragt. Hier gebt ihr eure neu erstellte amerikanische Googlemail-Adresse an. Nun müsst ihr noch weitere Daten eingeben, mehrmals die AGBs bestätigen und nach ein paar Sekunden ist es dann geschafft. Ab jetzt könnt ihr in 170 Ländern zu annehmbaren Preisen surfen und telefonieren.

Hier noch einmal die einzelnen Schritte kurz zusammen gefasst:
1. VPN Programm herunterladen
2. Google Account mit aktiviertem VPN (Einstellung USA) erstellen
3. bei Borderlinx anmelden und Adresse einrichten
4. Google Project Fi Sim-Karte mit aktiviertem VPN bestellen Freundschaftslink
5. ggf. weitere only-data Sim-Karten bestellen
6. ggf. alle Sim-Karten bei Borderlinx in ein Paket verpacken lassen
7. Sim-Karte(n) von Borderlinx zusenden lassen
8. Sim-Karte mit einem Google Handy und dem amerikanischen Google Account aktivieren
9. reisen!!

Ein großer Vorteil von Google Project Fi besteht zum einen darin, dass man direkt nach Grenzübertritt Internet beziehen kann, ohne sich vorher eine Sim-Karte kaufen zu müssen. Zum anderen kann man im Vergleich zu anderen Telefonanbietern noch recht kostengünstig telefonieren. Würde man in jedem Land eine neue Sim-Karte für sein Handy kaufen, wären die Telefongebühren möglicherweise geringer, jedoch würde man in jedem Land eine neue Telefonnummer erhalten. Dies ist in unserem Fall keine Option.

Internet-Option 3: Handy-Hotspot mit lokaler Sim-Karte
Dies ist unsere Notlösung Nummer 1, sollte unser Router aus irgendeinem Grund nicht funktionieren. Mit im Gepäck haben wir ein altes, voll funktionstüchtiges Smartphone ohne Sim-Karte beziehungsweise ohne Vertrag. In dieses könnten wir alternativ auch eine lokale Sim-Karte hineinstecken und über Tethering andere Geräte mit dem Internet verbinden. Im Vergleich zum Router ist die Akku-Laufzeit selbstverständlich deutlich geringer und vermutlich wird die Geschwindigkeit bei einer hohen Zahl von Nutzern enorm gedrosselt.

Internet-Option 4: T-Mobile Vertragshandy
Unsere worst-case-Lösung stellt unser Handy mit einem T-Mobile Vertrag dar. Diese recht teure Option würden wir nur dann anwenden, wenn wirklich nichts mehr geht. T-Mobile bietet an, sogenannte surf´n´travel Pässe zu buchen, die es einem ermöglichen, für ein begrenztes Datenvolumen in der entsprechenden Ländergruppe das Internet zu nutzen.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist es immer gut, auf mehrere Optionen zurückgreifen zu können. Beispielsweise mussten wir uns am Anfang erst einmal mit dem Router vertraut machen. Da waren wir froh, dass wir schon mit dem Handy ins Internet konnten. Zudem wollen wir nicht immer den Router mitnehmen, und so können wir auch unterwegs mit dem Handy online gehen. Sind wir jedoch daheim im Truck, nutzen wir nahezu ausschließlich das WLAN des Routers, da dieses doch deutlich günstiger ist als das Datenvolumen von Google Project Fi. Des Weiteren werden wir auch Länder auf unserer Reise durchqueren, in denen Google Project Fi keinen Dienst anbietet. Dann werden wir in abgelegenen Gebieten, in denen es keine Sim-Karten zu kaufen gibt, vielleicht sogar einmal auf unsere Option 4 zurückgreifen müssen. Oder eben dann ein paar Tage offline bleiben 😉

Falls ihr noch irgendwelche Fragen habt, dann kommentiert diesen Artikel oder schreibt uns eine Mail an info@traveletics.de. Und wenn ihr sonst noch gerne wissen wollt, was wir so treiben, dann schaut doch mal auf Facebook, Instagram und unseren Youtube-Kanal vorbei.

Er ist fertig!!!

Er ist fertig!!!

Das ist er: unser frisch gepimptes Expeditionsmobil! Literweise Schweißtropfen, ordentlich Muskelkraft, 100e Schrauben, Farbe, Holz und viele Stunden Zeit hat es gebraucht, um unseren Truck so schön herzurichten. Und es hat sich wirklich gelohnt!

Was ist alles neu: Außen sowie innen erstrahlt unser LKW nun im frischen Farbglanz, durch eine neue Seitentür lässt es sich eintreten in die gute Stube und eine stabile Plattform am Heck hat Platz für unser Motorrad und zwei Fahrräder geschaffen. In der Fahrerkabine thront mittig ein neuer Sitz und auf dem Dach residiert nun das Dachzelt für unsere Mitreisenden den Sternen ganz nah.

Den ersten Presseauftritt hatte unser Expeditionsmobil auch schon, schaut doch mal rein: http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Uebersicht/Unternehmen-Traveletics-Goettingerin-reist-mit-Truck-durch-Afrika

So, dann kann es jetzt doch los gehen!!!

Pimp my Truck

Pimp my Truck

Es hämmert, die Stichsäge surrt, Funken sprühen, Bleche scheppern und die Bohrmaschinen laufen auf Hochtouren – Unserem Truck wird der finale Feinschliff verpasst. Die letzten Tage in der heimeligen Werkstatt, wo der gute 1017er noch im Trockenen steht, sind angebrochen. Doch bald geht es raus in die große weite Welt, rein ins Abenteuer, über Hänge und Pisten, durch Matschlöcher, reißende Flüsse und an die schönsten Plätze… ihr wisst schon 😉 Damit er für wirklich alle Gelegenheiten gewappnet ist, bekommt er jetzt noch das ein oder andere Equipment. Auf der To-Do-Liste standen: eine   neue Tür, ein viertes Dachfenster, die Montage des Dachzelts, ein Motorrad- und Fahrradgepäckträger, ein zusätzlicher Sitz, Scheinwerfer, eine neue Hupe und und und…

 

Unser happy Buddha sitzt schonmal Probe für euch 🙂

Die Motoren laufen!

Die Motoren laufen!

Huup, huuuup – wir machen gerade die Straßen rund um Frankfurt unsicher und arbeiten ganz fleißig an unserem LKW-Führerschein. Mit viel Geduld und dem ein oder anderen Späßchen, schaukelt unser Fahrlehrer Klaus uns über den Asphalt. Die Theorieprüfung haben wir nach eisernem Pauken schon in der Tasche und in Kürze steht die Praxisprüfung auf dem Plan. Und dann heißt es: „Bahn frei, wir kommen!“