Schlagwort: vegetarisch

Frittierte Okraschoten mit Cashew-Chutney und Süßkartoffelchips

Frittierte Okraschoten mit Cashew-Chutney und Süßkartoffelchips

Außerhalb der Hauptstadt Bissau ist es sehr schwierig an Frischware zu gelangen. Die kleinen Märkte auf den Dörfern bieten an Gemüse lediglich Zwiebeln, Süßkartoffeln, ein paar Tomaten und Okraschoten an. Was es jedoch nahezu überall zu ernten gibt, sind Chashewfrüchte. Auf unseren Fahrten durch Guinea Bissau erhielten wir oft den Eindruck, das ganze Land würde nur aus Cashewbäumen bestehen. Während die „Nüsse“, die gar keine Nüsse sondern die eigentlichen Früchte sind, vorwiegend nach Indien exportiert werden, bleiben die sogenannten Cashewäpfel, die aus der Verdickung des Obststiels entstehen, im Land und werden von der einheimischen Bevölkerung verzehrt. Die gelben oder roten Früchte schmecken süß-säuerlich und sind ungeheuer saftig – eine wahre Delikatesse, wie wir finden. Inspiriert von den regionalen Zutaten haben wir euch somit eine leckere Vorspeise kreiert, die sich auch bestens als Partyfood servieren lässt.

Zutaten für 4 – 6 Personen: 80 g Maismehl, 0,5 Teelöffel Backpulver, 300 g Okraschoten, Erdnussöl, 750 g reife Cashewäpfel (alternativ kannst du auch reife Mangos verwenden), 20 g Ingwer, 2 kleine Chilischoten, 1 Limette, 40 ml Obstessig, 100 g Rohrzucker, 0,5 Teelöffel Currypulver, 0,5 Teelöffel Curcuma, 0,5 Teelöffel Zimt, 3 große Süßkartoffeln, Meersalz, gemahlener Pfeffer, Paprikapulver

1. Als erstes bereitest du das Chutney vor, denn dieses kann während der Zubereitung der anderen Komponenten abkühlen. Hierfür zerkleinerst du die Cashewäpfel zunächst in kleine Würfel.

2. Den Ingwer mithilfe einer feinen Reibe kleinraspeln. Die Chilischoten halbieren, Kerne entfernen und in sehr dünne Streifen schneiden. Achtung!! Danach unbedingt die Hände waschen.

3. Die Limettenschale abreiben und anschließend die Zitrusfrucht auspressen. Den Saft mit dem Essig vermischen. Insgesamt sollte es in etwa 70 ml Flüssigkeit ergeben.

4. Nun erhitzt du den Zucker unter Rühren, bis er zu einer goldgelben flüssigen Masse wird.

5. Ingwer, Chilli und den Limettenabrieb hinzugeben.

6. Direkt im Anschluss den Essig mit dem Limettensaft langsam hinzugeben und nochmals 150 Sekunden kochen lassen.

7. Nun kommen die Cashewäpfel und die Gewürze (Curry, Curcuma, Zimt) hinzu. Die gesamte Masse nun bei geringer Hitze und unter häufigem Rühren etwa 45 Minuten köcheln lassen, bis eine marmeladenähnliche Konsistenz erreicht ist. Bei Bedarf immer wieder kleine Schlucke Wasser hinzugeben.

8. Das fertige Chutney in ein Schälchen geben und abkühlen lassen.
Tipp: Wenn du die doppelte Menge zubereitest, kannst du dir die Hälfte in einem Einweckglas haltbar machen. Dieses jedoch zuvor mit kochendem Wasser ausspülen. Das Chutney im heißen Zustand abfüllen, Deckel drauf und das Glas über Kopf abkühlen lassen. Bei einer dunklen und trockenen Lagerung ist das Chutney bis zu einem Jahr haltbar.
9. Nun geht es an die Süßkartoffelchips. Hierfür brauchst du die Kartoffeln nicht schälen, wenn du sie vor der Zubereitung gut abwäscht. Denn bleibt die Schale dran, kräuseln sich die Kartoffelscheiben im Ofen und sehen nachher aus wie „echte“ Chips.

10. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Süßkartoffeln mit einer Gemüsereibe in sehr sehr sehr feine Scheiben schneiden.

11. Mit etwas Erdnussöl, gemahlenen Pfeffer, groben Meersalz und ein wenig Paprikapulver die Süßkartoffelscheiben in einer Schüssel marinieren.

12. Nun die Scheiben einzeln nebeneinander auf ein Bachblech mit Backpapier legen. Bei 200 Grad die Scheiben bräunen lassen. Am besten, du behältst die Chips im Blick, damit sie nicht schwarz werden. Sobald sie kross sind, die Chips aus dem Ofen nehmen und an einem trockenen Ort abkühlen lassen, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen.

13. Nun ist die letzte der drei Komponenten an der Reihe. Die Okraschoten waschen und den Stiel entfernen. Trockne die Schoten nicht ab, denn im nassen Zustand bleibt die Panade besser haften.

14. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und die Okras darin wälzen. Anschließend die Schoten auf einem Backblech auslegen und eine halbe Stunde trocknen lassen.

15. Gebe in eine Pfanne ordentlich Öl, sodass es etwa 2-3 cm tief ist. Erhitze das Öl. Um zu testen, dass das Fett die richtige Temperatur hat, drückst du einen Schaschlik-Spieß auf den Pfannenboden. Bilden sich kleine Bläschen, ist das Öl heiß genug.

16. Nun die Okraschoten portionsweise für ca. 2-3 Minuten ins heiße Fett geben. Anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und dann am besten wenn sie noch schön heiß sind, mit dem Chutney und den Chips verspeisen.

Da man in Guinea Bissau Portugiesisch spricht, wünschen wir euch „bom apetite“!!

Senegalesische Gemüse-Kokos-Pfanne

Senegalesische Gemüse-Kokos-Pfanne

Wir sind nun schon einige Tage in diesem super schönen Land, doch essenstechnisch sind wir noch nicht so richtig auf unsere Kosten gekommen. Warum? Alles ist mit Fleisch und Fisch. Aber: Hier gibt es wundervolle Marktstände, die allerlei Gemüse und Obst anbieten. Vieles ist importiert aber einiges ist auch regional angebaut. So zum Beispiel grüne Bohnen, die in riesigen Bergen angeboten werden, tolle Auberginen, große Karotten, Koriander und jede Menge Zwiebeln. Zudem befindet sich im Senegal Afrikas größtes Erdnussanbaugebiet. Somit haben wir uns ein wenig inspirieren lassen und euch diese leckere bunte Pfanne kreiert. Dazu gibt es Reis – Senegals Hauptnahrungsmittel. Lasst es euch schmecken!!

Zutaten für 4-5 Portionen:
1 Zwiebel, 1 Aubergine, 1 Zucchini, 3 Karotten, 1 rote Paprika, 1 gelbe Paprika, 500g grüne Bohnen, 1 Dose Kokosmilch, Curry, Curcuma, Kumin, 1 kleine Chilischote, Salz, Pfeffer, 5 Esslöffel Erdnussöl, 1 Hand voll gesalzener und gerösteter Erdnüsse, halbes Bund Koriander, 3- 4 Tassen Langkornreis

Zubereitung:
1. Wasser für den Reis mit einem Esslöffel Salz aufsetzen.

2. Zwiebeln hacken und mit 2 Esslöffeln Erdnussöl anbraten.

3. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die Aubergine in Würfeln geschnitten und 2 weitere Esslöffel Erdnussöl hinzugeben.

4. Karotten ebenfalls in Würfel schneiden und ab in die Pfanne damit.

5. Wenn das Wasser für den Reis kocht, dann hinein mit dem Reis.

6. Das restliche Gemüse, Paprika, Zucchini, und die grünen Bohnen, kleingeschnippelt hinzugeben. Noch einen Esslöffel Erdnussöl hinzu und dann alles nochmal richtig schön anbraten.

7. Nach ein paar Minuten, wenn das Gemüse gar aber noch bissfest ist, die Kokosmilch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer, Curcuma, Kumin und Curry abschmecken. Bei Bedarf eine kleine Chilischote hinzugeben.
Tipp: Ritzt die Schote ein, aber lasst sie am besten ganz und entfernt sie vor dem servieren wieder aus der Pfanne, damit keiner drauf beißt.
Nun Deckel drauf und das Ganze noch einmal aufkochen lassen.

8. Der Reise müsste nun auch fertig sein, also einmal abgießen.

9. Koriander Blätter vom Stiel entfernen und in ein kleines Schälchen geben. Da nicht jeder diesen exotischen Geschmack mag, würde ich ihn extra anrichten, sodass jeder nach Belieben das Kraut drüber streuen kann.

10. Zum Schluss noch die Erdnüsse über das Gemüse streuen und servieren.
Die Senegalesen würden nun alles in eine große Schüssel geben, die in die Mitte vom Tisch gestellt wird. jeder würde nun mit der Hand die Leckerei zu sich nehmen. Jeder wie er mag… 😉

Nassi diam böri! Das ist Wolof, Senegals Landessprache, und heißt „guten Appetit“!

Schmackhafte Salate als vollwertige Mahlzeit

Schmackhafte Salate als vollwertige Mahlzeit

Heute mal ein paar inspirierende Rezeptideen für verschiedene bunte Salate die nicht nur lecker sind, sondern auch satt machen!

 

Lauwarmer Spargelsalat

Feldsalat, Erdbeeren, Salatkernemix (Pinienkirne, Kürbiskerne, Leinsamen, Erdnüsse,… – ein bisschen angeröstet), gratinierter Ziegenkäse mit Honig, Cherrytomaten, Balsamicodressing und ein knuspriges Baguette dazu – voilà!

 

Bunter gemischter Salat

Grüner Salat, Mais, Gurke, Tomate, Radieschen und Kidneybohnen mit einem Senf-Dill-Dressing und wahlweise mit

  • Süßkartoffelpommes
  • Ofenkartoffel mit Quark
  • Salzkartoffeln und Guacamole

 

Gartensalat

Verschiedene grüne Blattsalate (Rucola, Feldsalat, Radicchio, Chicorée, Endivie, Kopfsalat, Postelein,…) mit

  • gedünsteten Cherrytomaten, gerösteten Pinienkernen und einem Dressing aus Öl, Honig und einem Erdbeer- oder Himbeeressig
  • gebratenem Kürbis, angebratener Birne und warmen Ziegenkäse
  • roter Beete in feinen Scheiben, Schafskäse und Wallnusskernen

dazu kerniges Vollkornbrot

 

Antipasti-Salat

Bunte Blattsalate, Tomate, Gurke, Oliven, gegrilltes Gemüse (Pilze, Paprika, Aubergine, Zucchini, Zwiebel), Olivenöl, Balsamicoessenz und Knobibaguette

 

Asiasalat

Sojasprossen, geraspelte Karotte, Zuckerschoten, Lauch (ganz fein geschnitten), frischer Spinat, Glasnudeln, Sojasauce, ein spritzer Zitrone, Chilliflocken, eine Prise brauner Zucker, Cashewkerne und kleine vegetarische Frühlingsrollen dazu

 

Mediterraner Bulgursalat

Bulgur, Rucola oder Spinat, Kopfsalat, Gurke, Tomate, Oliven, etwas kleingehackte Zwiebeln, Paprika, Basilikum, Schafskäse und ein leichtes Essig-Öl-Dressing

 

Indischer Linsensalat

Linsen, Gurke, Paprika, gebratene Lauchzwiebeln, Ananas, Rosinen, Fenchel und ein fruchtiges Currydressing mit Sesamöl (Tipp: ein wenig Fruchtmarmelade hinzugeben)

 

Sommerlicher Nudelsalat

Grüner Salat, Gurke, Cherrytomaten, und

  • Oliven, angebratener Räuchertofu und geröstete Zwiebeln
  • Cranberries, Kürbiskerne und Mozzarella